Am Freitag, den 20. März 2026 fuhren wir nach Ascheberg, um das Halbfinale des Bezirkpokals gegen die SG Plöner See auszutragen. Am Ende entschied nicht das Ergebnis auf dem Brett, sondern der Wurf einer Münze über den Einzug ins Finale.
Verlauf der Partien
An Brett vier erwischte Fynn Lasse zunächst einen guten Start: In der Eröffnung gewann er einen Bauern, ohne Kompensation eingestehen zu müssen. Im weiteren Verlauf gelang es seinem Kontrahenten jedoch, die Rochade zu verhindern und zusätzlichen Druck durch Fesselungen aufzubauen. Um den Angriff abzuwehren, sah sich unser Jugendtrainer gezwungen, erhebliches Material zu opfern. Letztlich erwies sich dies als zu hoher Preis, sodass er im Endspiel klar auf verlorenem Posten stand.
Chidera befindet sich aktuell in bestechender Form: Erst vor wenigen Tagen gewann er das Raisdorfer Open, nun sorgte er für den Ausgleich. Im Verlauf seiner Partie erarbeitete er sich zwei Mehrbauern, die im Endspiel mit Turm und Leichtfigur den entscheidenden Vorteil brachten.
Nach der Eröffnung stand Dennis aktiver und behielt diesen Vorteil bis ins Endspiel. Zwischenzeitlich sah es so aus, als könne sein Kontrahent das Remis sichern. Doch dann übersah der Plöner Schachfreund eine entscheidende Umwandlungskombination, und wir drehten die Begegnung auf ein zwischenzeitliches 1:2.
Die Ausgangslage war klar: Falls Gregor nicht verliert, stehen wir im Finale des Bezirkspokals. Zunächst sah es vielversprechend aus – Gregor hatte einen starken Angriff aufgebaut und einen weit vorgerückten Freibauern auf dem Brett. Doch dann überzog er die Attacke und öffnete seinem Gegner brandgefährliches Gegenspiel. Der tückische Konter ließ sich nicht mehr abwehren, und schließlich musste Gregor die Waffen strecken.
Endstand
| SG Plöner See | Raisdorfer SG | Ergebnis |
|---|---|---|
| Winus Müller | Gregor Ciemnyjewski | 1:0 |
| Bernd Chod | Chidera Aguike | 0:1 |
| Marc Schmidt | Dennis Papesch | 0:1 |
| Dieter Eichert | Fynn Lasse Matzen | 1:0 |
| Endstand | 2:2 |
Weitere Ergebnisse des Bezirkpokals befinden sich auf der Homepage des Schachbezirks Kiel.
Da sowohl das Mannschaftsergebnis als auch die Berliner Wertung identisch waren, musste das Weiterkommen per Los entschieden werden. Deswegen wurde eine Münze geworfen, wobei der Kapitän des Plöner Teams das Ergebnis korrekt vorhersagte. Somit schied die Raisdorfer Schachgemeinschaft aus und konnte den Erfolg von 2023 nicht wiederholen.
